Prävention wird wichtiger
Das Präventionsangebot RV Fit der Deutschen Rentenversicherung erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das Programm mit Elementen zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung hilft, frühzeitig ersten gesundheitlichen Einschränkungen vorzubeugen. Im Jahr 2025 wurden rund 69.600 Präventionsleistungen bewilligt. Die Zahl der Anträge steigt kontinuierlich: von 64.500 im Jahr 2024 auf 78.700 im vergangenen Jahr. Das ist eine Steigerung von 22 Prozent. Über 90 Prozent der Kundinnen und Kunden stellten ihren Antrag über das Onlineportal RV Fit, das damit der zentrale Zugangsweg für das Präventionsangebot der Deutschen Rentenversicherung ist.
„Die Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung wirkt, sie verbessert die Erwerbschancen der Menschen und ist eine Investition in die Gesellschaft.“
Rehabilitationen erhöhen Erwerbswahrscheinlichkeit
Mit ihren Rehabilitationsleistungen unterstützt die Deutsche Rentenversicherung Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen dabei, weiter ihrer Arbeit nachgehen und Beiträge zahlen zu können. Zu diesem Zweck stehen medizinische Reha-Leistungen und Angebote der Reha-Nachsorge sowie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zur Verfügung. Studienergebnisse zeigen nun, dass Reha-Leistungen die Erwerbswahrscheinlichkeit um 15 bis 20 Prozentpunkte erhöhen. Das ist nicht nur für die Versicherten positiv, sondern hat auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen: Bereits ein Jahr nach einer Rehabilitation amortisieren sich die Kosten für die Gesellschaft zwei- bis dreifach – und nach zwei Jahren sogar fünffach. Reha-Leistungen sind daher eine lohnende Investition in die Gesundheit und die Gesellschaft.
Reha – immer mehr auch digital
Um die Rehabilitation in Zukunft noch flexibler zu gestalten und stärker mit dem Alltag der Menschen zu verbinden, spielen digitale Lösungen eine immer größere Rolle. In der Reha-Nachsorge sind digitale Angebote bereits seit einigen Jahren etabliert. Neue Angebote wie etwa die DigiFlexReha kombinieren Präsenz- und digitale Elemente. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung medizinischer Rehabilitation“ der Rentenversicherung unterstützt diese Strategie mit der Finanzierung von Studien zum Nutzen und zur Machbarkeit digitaler Elemente in der Rehabilitation.
Reform des Beschaffungsverfahrens: Stärkung des Wunsch- und Wahlrechtes
Mit dem „Gesetz Digitale Rentenübersicht“ hat die Deutsche Rentenversicherung zum 1. Juli 2023 ihr Beschaffungsverfahren medizinischer Rehabilitationsleistungen reformiert. Im Fokus des neuen Verfahrens stehen dabei nicht nur Transparenz, Diskriminierungsfreiheit und Einheitlichkeit, sondern insbesondere auch die weitere Stärkung des Wunsch- und Wahlrechtes der Versicherten bei der Auswahl der passenden Rehabilitationseinrichtung. Die ersten zwei Jahre haben dabei gezeigt, dass das neue Verfahren wirkt: Das gestärkte Wunsch- und Wahlrecht wird von den Versicherten umfassend in Anspruch genommen und sie erhalten eine noch stärker auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Rehabilitationsmaßnahme bei weiterhin bestmöglicher Qualität der Maßnahme.
Neuer Newsletter „rehapost“
Die Deutsche Rentenversicherung Bund veröffentlicht seit Juni 2025 einen neuen Newsletter, die „rehapost“. Dieser bietet Informationen zur Rehabilitation und ordnet relevante politische und gesellschaftliche Entwicklungen ein. Die „rehapost“ erscheint vier Mal im Jahr und richtet sich vor allem an politische Entscheidungsträger und Multiplikatoren. Die ersten Ausgaben lieferten beispielsweise Analysen zum volkswirtschaftlichen Nutzen der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung sowie weiterführende Informationen rund um die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.