Rentenzugänge gestiegen
Die Zahl der Altersrentenzugänge 2024 ist mit rund 937.000 Personen um rund 15.500 niedriger als im Jahr 2023. Die Ursache für diesen leichten Rückgang liegt im Vorjahr begründet: 2023 gab es besonders hohe Zugangszahlen aufgrund des Verschiebens und Anhebens der Altersgrenzen. Dieser Effekt wirkte sich im Rentenzugang 2023 insbesondere bei den Regelaltersrenten und Altersrenten für besonders langjährig Versicherte („Rente ab 63“) aus. Mit einem Anteil von 28,7 Prozent aller Altersrentenzugänge 2024 ist die Altersrente für besonders langjährig Versicherte weiterhin die am häufigsten beanspruchte vorgezogene Altersrentenart. Diese Rentenart kann abschlagsfrei bei Erreichen von 45 Jahren vorzeitig bezogen werden. Durch das Anheben der Altersgrenzen beim Geburtsjahrgang 1960 frühestens mit 64 Jahren und vier Monaten. Momentan kommen immer stärker besetzte Geburtsjahrgänge der „Babyboomer-Generation“ in das Alter für einen Altersrentenbeginn. Dadurch steigen auch die Zahlen der Altersrenten für schwerbehinderte Menschen und für langjährig Versicherte im Zugang 2024 gegenüber 2023 an.
| Rentenzugänge nach Rentenarten | 2024 Anzahl | 2023 Anzahl | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Renten insgesamt | 1.510.993 | 1.534.690 | -1,5 |
| Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit | 171.732 | 164.364 | 4,5 |
| Renten wegen Alters insgesamt* | 937.107 | 952.658 | -1,6 |
| davon Altersrente | |||
| ... für schwerbehinderte Menschen | 64.879 | 62.210 | 4,3 |
| ... für langjährig Versicherte | 225.120 | 212.611 | 5,9 |
| ... für besonders langjährig Versicherte | 268.751 | 279.134 | -3,7 |
| ... als Regelaltersrente | 378.243 | 397.579 | -4,9 |
| Renten wegen Todes | 402.154 | 417.668 | -3,7 |
| * In der Summe sind drei gering besetzte Altersrentenarten enthalten: Für langjährig unter Tage Beschäftigte, wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeitarbeit und für Frauen. | |||
„Die Erwerbsminderungsrenten steigen weiter, Grund sind gesetzliche Veränderungen.“
der Deutschen Rentenversicherung Bund
Erwerbsminderungsrenten steigen weiter
Der durchschnittliche Zahlbetrag der Erwerbsminderungsrente ist im Rentenzugang 2024 auf rund 1.041 Euro gestiegen. 2023 lag der Betrag noch bei rund 1.001 Euro. Seit 2013 haben sich die durchschnittlichen Zahlbeträge der Erwerbsminderungsrenten ausgehend von 613 Euro um insgesamt 428 Euro – also um nahezu 70 Prozent – erhöht. Das ist unter anderem auf die Leistungsverbesserungen in den Jahren 2014, 2017 und 2018 mit einer erheblichen Verlängerung der Zurechnungszeit sowie einem späteren Renteneintrittsalter zurückzuführen.
Renteneintrittsalter gestiegen
In den vergangenen Jahren ist das durchschnittliche Alter, in dem Altersrenten erstmalig in Anspruch genommen wurden, deutlich gestiegen. Betrug es im Jahr 2000 noch 62,3 Jahre, so lag es 2024 bei 64,7 Jahren, auch bei einer Differenzierung nach Männern und Frauen. Gründe für den Anstieg des Renteneintrittsalters sind insbesondere die Anhebung der Altersgrenzen und das Auslaufen von zwei vorgezogenen Altersrentenarten. Die vorzeitigen Altersrenten konnten in der Vergangenheit teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden, wie bei der Altersrente für Frauen oder bei der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit. Zudem beträgt die Regelaltersgrenze im Jahr 2024 für die 1958 Geborenen bereits 66 Jahre.
Rentenzahlbeträge der Bestandsrenten gestiegen
Die Rentenzahlbeträge sind im Rentenbestand zum Jahresende 2024 um durchschnittlich 4,7 Prozent höher als im Vorjahr. Der Grund für diesen Anstieg ist die Rentenanpassung zum 1. Juli 2024 von 4,57 Prozent.
| Rentenzahlbeträge nach Rentenartengruppen | 2024 Euro | 2023 Euro | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Ø Renten insgesamt | 1.055 | 1.007 | 4,7 |
| davon** | |||
| ... Ø Rentenzahlbetrag Erwerbsminderungsrenten | 1.027 | 978 | 5,0 |
| ... Ø Rentenzahlbetrag Altersrenten insgesamt | 1.154 | 1.102 | 4,7 |
| ... davon an Frauen | 955 | 908 | 5,2 |
| ... davon an Männer | 1.405 | 1.348 | 4,3 |
| ... Ø Rentenzahlbetrag Renten wegen Todes | 717 | 689 | 4,0 |
| **Nach Abzug des Beitrags zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentnerinnen und Rentner. | |||
Versicherungszeiten von Frauen steigen weiter
Die Zahl der Versicherungsjahre von Frauen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Kamen Frauen bei Beginn ihrer Altersrente im Jahr 2004 auf durchschnittlich 26,3 Versicherungsjahre, waren es 2024 bereits 37,7 Jahre. Ein wichtiger Grund für den Anstieg ist besonders die erhöhte Erwerbsbeteiligung westdeutscher Frauen – wobei diese weiterhin deutlich geringer ausfällt als bei den ostdeutschen Frauen. Auch das Auslaufen von Möglichkeiten, die Altersrente bereits mit Erreichen des 60. Lebensjahres zu beziehen, trägt zum Anstieg bei, ebenso wie die erhöhte Anrechnung von Kindererziehungszeiten durch die sogenannte Mütterrente sowie das Anheben der Altersgrenzen.
Reha-Durchschnittsalter gestiegen
Das Durchschnittsalter der Empfängerinnen und Empfänger stationärer und ambulanter Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ist seit der Jahrtausendwende gestiegen. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg ist die demografische Entwicklung.
Zahl der Versicherten auf neuem Höchststand
Die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten ohne Rentenbezug erreichte am Jahresende 2023 mit rund 33 Millionen einen neuen Höchststand. Dies entspricht einem Anstieg um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung – Versicherte 2023 und 2022
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