Die gesamtwirtschaftliche Lage des Jahres 2025 war für die deutsche Volkswirtschaft von einer anhaltenden Phase schwacher Dynamik geprägt. Gleichzeitig blieb die Inflation mit 2,2 Prozent über dem langfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank. Insgesamt war die wirtschaftliche Lage geprägt von einem leicht verbesserten, aber schwachen Wachstum bei moderater Inflation, begleitet von strukturellen Risiken wie schwacher Nachfrage und außenwirtschaftlichen Herausforderungen.
Die Wirtschaftsschwäche zeigte spürbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, aber auch noch einen leichten Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Im Jahresdurchschnitt waren rund 35 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
„Die Finanzen der Deutschen Rentenversicherung blieben trotz eines deutlichen Anstiegs der Ausgaben auch im Jahr 2025 stabil.“
der Deutschen Rentenversicherung Bund
Steigende Beitragseinnahmen stehen steigenden Ausgaben gegenüber
Die Pflichtbeiträge aus Erwerbstätigkeit sind 2025 mit 4,7 Prozent deutlich gestiegen. Entscheidend dafür war eine positive Lohn- und Gehaltsentwicklung. Insgesamt wurden 321,6 Milliarden Euro und damit gegenüber dem Vorjahr 15,6 Milliarden Euro zusätzliche Beitragseinnahmen erzielt. Dies entspricht einem Anstieg um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamteinnahmen der Deutschen Rentenversicherung erreichten 422,6 Milliarden Euro. Dabei stiegen die Rentenausgaben mit 5,4 Prozent stärker als die Einnahmen. Die Gesamtausgaben der Deutschen Rentenversicherung stiegen um 5,9 Prozent auf 426,5 Milliarden Euro.
Bundesmittel und nicht beitragsgedeckte Leistungen
Den größten Teil der Bundesmittel bildeten im Jahr 2025 die Bundeszuschüsse an die allgemeine Rentenversicherung mit einem Umfang von 93,2 Milliarden Euro, gefolgt von den Beitragszahlungen für Kindererziehungszeiten mit 19,2 Milliarden Euro. Zudem deckte der Bund das Defizit in der knappschaftlichen Rentenversicherung mit 4,8 Milliarden Euro ab und stellte Erstattungen für Rentenzahlungen, die sich aus den Zusatz- und Sonderversorgungssystemen der ehemaligen DDR ergeben, im Umfang von 6,1 Milliarden Euro zur Verfügung.
Die Bundeszuschüsse dienen überwiegend der Finanzierung der nicht beitragsgedeckten Leistungen. Darüber hinaus gewährleisten sie die allgemeine Sicherungsfunktion der gesetzlichen Rentenversicherung unter sich verändernden ökonomischen und demografischen Rahmenbedingungen. Die nicht beitragsgedeckten Leistungen erbringt die Deutsche Rentenversicherung, ohne dafür entsprechende Beiträge zu erhalten. Letzte Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung Bund aus dem Jahr 2024 zeigen, dass die Ausgaben für nicht beitragsgedeckte Leistungen der allgemeinen Rentenversicherung im Jahr 2023 rund 124,1 Milliarden Euro betrugen. Sie übersteigen damit die Höhe der Bundeszuschüsse in der allgemeinen Rentenversicherung.
Nachhaltigkeitsrücklage bei 1,38 Monatsausgaben
Die Nachhaltigkeitsrücklage dient in der allgemeinen Rentenversicherung dem Ausgleich unterjähriger Liquiditätsschwankungen, die zum Beispiel aufgrund konjunktureller und saisonaler Einflüsse entstehen, und der Stabilisierung des Beitragssatzes.
Zum 31. Dezember 2025 lag die Rücklage bei 41,4 Milliarden Euro. Das waren 3,1 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Zum Jahresende lag die Rücklage innerhalb des gesetzlich vorgesehenen Korridors, der von 0,2 bis 1,5 Monatsausgaben reicht.
Rentenanpassung
Der aktuelle Rentenwert ist zum 1. Juli 2025 bundeseinheitlich um 3,74 Prozent auf 40,79 Euro gestiegen. Maßgebend hierfür waren vor allem steigende Löhne.