Rentenzugänge
Die Zahl der Altersrentenzugänge 2025 ist mit rund 926.000 Personen um rund 11.200 niedriger als im Jahr 2024. Die Abnahme der Zugänge bei den Altersrenten ist maßgeblich durch die Regelaltersrente geprägt, deren Fallzahl um 5,8 Prozent (–22.000 Fälle) auf rund 356.000 sank. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze: Während die Altersgrenze im Vorjahr für den Geburtsjahrgang 1958 lediglich um einen Monat angehoben wurde, stieg sie für den nun relevanten Jahrgang 1959 erstmals um zwei Monate an. Durch diesen zusätzlichen Monat erreichen statistisch gesehen weniger Personen im Kalenderjahr die Altersgrenze. Zudem gab es weniger Fälle in der Regelaltersrente, da viele Versicherte bereits in den Vorjahren vorzeitige Altersrenten in Anspruch genommen haben. Mit einem Anteil von 28,3 Prozent aller Altersrentenzugänge 2025 ist die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte weiterhin die am häufigsten beanspruchte vorgezogene Altersrentenart. Momentan kommen immer stärker besetzte Geburtsjahrgänge der „Babyboomer-Generation“ in das Alter für einen Altersrentenbeginn. Dadurch steigen auch die Altersrenten für schwerbehinderte Menschen und für langjährig Versicherte im Zugang 2025 gegenüber 2024 an.
| Rentenzugänge nach Rentenarten | 2025 Anzahl | 2024 Anzahl | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Renten insgesamt | 1.497.777 | 1.510.993 | -0,9 |
| Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit | 175.978 | 171.732 | 2,5 |
| Renten wegen Alters insgesamt* | 925.865 | 937.107 | -1,2 |
| darunter Altersrente | |||
| ... für schwerbehinderte Menschen | 68.999 | 64.879 | 6,4 |
| ... für langjährig Versicherte | 238.028 | 225.120 | 5,7 |
| ... für besonders langjährig Versicherte | 262.361 | 268.751 | -2,4 |
| ... als Regelaltersrente | 356.388 | 378.243 | -5,8 |
| Renten wegen Todes | 395.934 | 402.154 | -1,5 |
| *In der Summe sind drei gering besetzte Altersrentenarten enthalten: Für langjährig unter Tage Beschäftigte, wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeitarbeit und für Frauen. | |||
„Mit der Rentenanpassung zum 1. Juli 2025 von knapp vier Prozent hat die Kaufkraft der Renten zum wiederholten Male zugelegt.“
der Deutschen Rentenversicherung Bund
Erwerbsminderungsrenten steigen weiter
Der durchschnittliche Zahlbetrag der Erwerbsminderungsrente ist im Rentenzugang 2025 auf rund 1.067 Euro gestiegen. 2024 lag der Betrag noch bei rund 1.041 Euro. Seit 2013 haben sich die durchschnittlichen Zahlbeträge der Erwerbsminderungsrenten ausgehend von 613 Euro um insgesamt 454 Euro beziehungsweise um rund 74 Prozent erhöht. Das ist unter anderem auf die Leistungsverbesserungen in den Jahren 2014, 2017 und 2018 mit einer erheblichen Verlängerung der Zurechnungszeit sowie einem späteren Renteneintrittsalter zurückzuführen.
Renteneintrittsalter gestiegen
In den vergangenen Jahren ist das durchschnittliche Alter, in dem Altersrenten erstmalig in Anspruch genommen wurden, deutlich gestiegen. Betrug es im Jahr 2000 noch 62,3 Jahre, so lag es 2025 bei 64,7 Jahren, auch bei einer Differenzierung nach Männern und Frauen. Gründe für den Anstieg des Renteneintrittsalters sind insbesondere die Anhebung der Altersgrenzen und das Auslaufen von zwei vorgezogenen Altersrentenarten. Die vorgezogenen Altersrentenarten konnten in der Vergangenheit teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden, wie bei der Altersrente für Frauen oder bei der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit. Zudem beträgt die Regelaltersgrenze im Jahr 2025 für die 1959 Geborenen bereits 66 Jahre und zwei Monate.
Rentenzahlbeträge der Bestandsrenten gestiegen
Die Rentenzahlbeträge sind im Rentenbestand zum Jahresende 2025 um durchschnittlich 3,8 Prozent höher als im Vorjahr. Der Grund für diesen Anstieg ist die Rentenanpassung zum 1. Juli 2025 von 3,74 Prozent. Bei den Erwerbsminderungsrenten ist der Anstieg überproportional. Ab Dezember 2025 wurden die pauschalen Erhöhungen um 4,5 Prozent beziehungsweise 7,5 Prozent für Zugangsfälle der Jahre 2001 bis 2018 aufgrund des Erwerbsminderungsrenten-Bestandsverbesserungsgesetzes zusammen mit der laufenden Rente ausgezahlt.
| Rentenzahlbeträge* nach Rentenartengruppen | 2025 Euro | 2024 Euro | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| Ø Renten insgesamt | 1.095 | 1.055 | 3,8 |
| davon | |||
| ... Ø Rentenzahlbetrag Erwerbsminderungsrenten | 1.091 | 1.027 | 6,2 |
| ... Ø Rentenzahlbetrag Altersrenten insgesamt | 1.195 | 1.154 | 3,6 |
| ... davon an Frauen | 994 | 955 | 4,1 |
| ... davon an Männer | 1.449 | 1.405 | 3,1 |
| ... Ø Rentenzahlbetrag Renten wegen Todes | 741 | 717 | 3,4 |
| *Nach Abzug des Beitrags zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentnerinnen und Rentner. | |||
Versicherungszeiten von Frauen steigen weiter
Die Zahl der Versicherungsjahre von Frauen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Kamen Frauen bei Beginn ihrer Altersrente im Jahr 2005 auf durchschnittlich 25,5 Versicherungsjahre, waren es 2025 bereits 38,1 Jahre. Ein wichtiger Grund für den Anstieg ist die erhöhte Erwerbsbeteiligung westdeutscher Frauen – wobei diese weiterhin deutlich geringer ausfällt als bei den ostdeutschen Frauen. Auch das Auslaufen von Möglichkeiten, die Altersrente bereits mit Erreichen des 60. Lebensjahres zu beziehen, trägt zum Anstieg bei, ebenso wie die erhöhte Anrechnung von Kindererziehungszeiten durch die sogenannte Mütterrente sowie das Anheben der Altersgrenzen.
Reha-Durchschnittsalter gestiegen
Das Durchschnittsalter der Empfängerinnen und Empfänger stationärer und ambulanter Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ist seit der Jahrtausendwende gestiegen. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg ist die demografische Entwicklung und die Anhebung der Altersgrenzen für einen Altersrentenbeginn.
Zahl der Versicherten auf neuem Höchststand
Die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten ohne Rentenbezug erreichte am Jahresende 2024 mit gut 33 Millionen einen neuen Höchststand. Dies entspricht einem Anstieg um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung – Versicherte 2024 und 2023
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